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Neurosensitivität Test nach Sensitivitätstypen (P. Wyrsch)

Was ist Neurosensitivität?

Neurosensitivität beschreibt die individuelle Fähigkeit, Reize aus der Umwelt intensiv wahrzunehmen und tiefgehend zu verarbeiten. Bei diesem Konzept (Homberg ET AL 2016) werden vier Bereiche oder „Sensitivitätsfacetten“ unterschieden:

  1. Erhöhtes Bewusstsein
  2. Erhöhte Empathie
  3. Vertiefte Informationsverarbeitung
  4. Erhöhte Anfälligkeit für Überstimulation (Vergl. Hochsensibilität hier wird oft der Fokus auf die Überreizung gelegt)


Menschen mit hoher Neurosensitivität nehmen nicht nur äußere und innere Eindrücke (sensorische, emotionale u.s.w) stärker wahr, sie verarbeiten diese tiefer. Die Neurosensitivität ist keine Krankheit, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal, das besondere Stärken (Sonnenseiten) mit sich bringt – je nach Sensitivitätstyp – auch Schatten.

Unterschiede: Hochsensibilität – Neurosensitivität – Empfindlichkeitstyp

Anmerkung der Redaktion: Im deutschen Sprachraum ist der Begriff „Hochsensibilität“ gängiger, während in der Wissenschaft oder Forschung eher der Begriff „Hochsensitivität“ gebraucht wird. Da „Neurosensivität“ die Komplexität des Persönlichkeitsmerkmals mit seinen positiven Eigenschaften – aber auch Schatten – besser abbildet, während der Terminus „Hochsensibilität“ oft mit krankhafter Empfindlichkeit assoziiert wird. Beide Begriffe haben ihre Berechtigung – der Verständlichkeit willen, wird in diesem Magazin meist der bekanntere „Hochsensibiliät“ verwendet.
Beide Bezeichnungen beschreiben ein komplexes Persönlichkeitsmerkmal – das noch nicht gänzlich erforscht ist. Die Empfindlichkeitstypen im Test beziehen sich auf spezifische Ausprägungen der Neurosensitivität. Dr. Patrice Wyrsch identifiziert vier solcher Typen, die unterschiedliche Stärken und Herausforderungen aufweisen.

Warum ein Neurosensitivitäts-Test sinnvoll sein kann

Ein Neurosensitivitäts-Test hilft dir, deine individuelle Wahrnehmungsfähigkeit besser zu verstehen. Er bietet Klarheit darüber, wie du auf Reize reagierst und welche Strategien helfen können, mit deiner Sensitivität umzugehen. Zudem kann der Test ein erster Schritt sein, um persönliche Stärken zu erkennen und gezielt zu fördern.

Für wen ist ein Neurosensitivitäts-Test geeignet?

Der Test richtet sich an alle, die das Gefühl haben, Reize intensiver wahrzunehmen oder emotional stärker zu reagieren als andere. Egal ob du dich selbst besser verstehen möchtest oder nach Wegen suchst, mit deiner Sensitivität umzugehen – der Test bietet wertvolle Einblicke. Auch für Eltern kann er hilfreich sein, um die Wahrnehmungswelt ihrer sensiblen Kinder besser zu verstehen.

Wie funktioniert ein Neurosensitivitäts-Test?

Der Test besteht aus einer Reihe von Fragen, die deine Reaktionen auf verschiedene Situationen und Reize erfassen. Anhand deiner Antworten wird dein persönlicher Sensitivitätstyp ermittelt. Der Test ist wissenschaftlich fundiert und basiert auf aktuellen Forschungsergebnissen.

Patrice Wyrschs Neurosensitivitäts-Test: Mach jetzt den Selbsttest!

Dr. Patrice Wyrsch hat einen speziellen Test entwickelt, der dir hilft, deinen individuellen Sensitivitätstyp zu bestimmen. Mit nur acht Fragen erhältst du eine fundierte Einschätzung deiner Wahrnehmungsfähigkeit. Der Test ist online verfügbar und kostenlos.

Auswertung des Selbsttests: Entdecke deinen persönlichen Sensitivitätstyp

Nach dem Test erhältst du eine detaillierte Auswertung, die deinen Sensitivitätstyp beschreibt. Diese Informationen helfen dir, deine Stärken zu erkennen und mögliche Herausforderungen besser zu bewältigen. Zudem erhältst du Tipps, wie du deine Sensitivität im Alltag positiv nutzen kannst.

Ergebnisse richtig deuten: Was sagt er über mich aus?

Dein Empfindlichkeitstyp gibt Aufschluss darüber, wie du Reize verarbeitest und welche Strategien dir helfen können, mit deiner Sensitivität umzugehen. Es ist wichtig zu verstehen, dass jeder Typ sowohl Stärken als auch Herausforderungen mit sich bringt. Die Kenntnis deines Typs ermöglicht es dir, gezielt an deiner persönlichen Entwicklung zu arbeiten.

Wissenschaftliche Grundlage: Neurosensitivitäts-Test und Empfindlichkeitstypen

Der Test von Dr. Wyrsch basiert auf umfassenden wissenschaftlichen Studien zur Neurosensitivität. Er berücksichtigt aktuelle Erkenntnisse aus der Psychologie und Neurowissenschaften und wurde in Zusammenarbeit mit Experten entwickelt. Die vier identifizierten Sensitivitätstypen bieten eine differenzierte Betrachtung individueller Wahrnehmungsmuster. vonstruenk-consulting.de

Wie seriös sind online Neurosensitivität-Tests?

Online-Tests können eine gute erste Einschätzung bieten, sollten jedoch nicht als alleinige Diagnoseinstrumente betrachtet werden. Es ist wichtig, auf die wissenschaftliche Fundierung des Tests zu achten und bei Bedarf professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Der Test von Dr. Wyrsch gilt als seriös und basiert auf aktuellen Forschungsergebnissen.

Grenzen eines Neurosensitivitäts-Tests: Was er nicht leisten kann

Ein Selbsttest kann dir wertvolle Hinweise geben, ersetzt jedoch keine professionelle Diagnose. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Sensitivität dein tägliches Leben stark beeinflusst, solltest du einen Fachmann konsultieren. Der Test kann ein erster Schritt sein, sollte aber nicht als abschließende Bewertung betrachtet werden.

Mann mit Brille schreit erregt jemand an

Obwohl Hochsensitivität im medizinischen Sinn keine Diagnose ist, kann sie bestimmte Symptome oder Erkrankungen begünstigen. Sie kann aber in Kombination mit anderen Erkrankungen oder Störungen auftreten:

# ADHS oder ADS
# Borderline
# Autismus
# Depressionen
# Angststörungen


Andere Ursachen abklären: Borderline oder AD(HS)?

Es ist wichtig zu beachten, dass ähnliche Symptome auch bei anderen psychischen Zuständen wie ADHS oder Borderline-Persönlichkeitsstörung auftreten können. Eine genaue Abklärung durch Fachpersonal ist daher unerlässlich, um die richtige Unterstützung zu erhalten. Der Neurosensitivitäts-Test kann Hinweise geben, ersetzt jedoch keine umfassende Diagnostik.

Was tun bei hoher Neurosensitivität? Erste Schritte nach dem Testergebnis „hochsensibel“

Wenn du feststellst, dass du hochsensibel bist, gibt es verschiedene Strategien, um damit umzugehen:

  • Selbstakzeptanz: Erkenne deine Sensitivität als Teil deiner Persönlichkeit an.
  • Grenzen setzen: Lerne, dich abzugrenzen und auf deine Bedürfnisse zu achten.
  • Entspannungstechniken: Methoden wie Meditation oder Yoga können helfen, Reize besser zu verarbeiten.
  • Austausch: Suche den Kontakt zu Gleichgesinnten oder Selbsthilfegruppen.

Diese Schritte können dir helfen, deine Sensitivität als Stärke zu nutzen und ein erfülltes Leben zu führen.

Neurosensitivität bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Neurosensitivität kann in jedem Alter auftreten und sich unterschiedlich äußern. Bei Kindern zeigt sie sich oft durch eine intensive Wahrnehmung und starke emotionale Reaktionen. Jugendliche können besondere Schwierigkeiten haben, mit ihrer Sensitivität umzugehen, während Erwachsene lernen können, diese als Stärke zu nutzen. Es ist wichtig, Sensitivität in jedem Lebensalter zu erkennen und angemessen zu unterstützen.

Fazit: Neurosensitivitäts-Test als Selbstcheck für wertvolle Erläuterungen und Tipps

Der Neurosensitivitäts-Test von Dr. Patrice Wyrsch bietet eine fundierte Möglichkeit, die eigene Wahrnehmungsfähigkeit besser zu verstehen. Er hilft, individuelle Stärken zu erkennen und Strategien zu entwickeln, um mit Herausforderungen umzugehen. Ob für dich selbst oder für dein Kind – der Test kann ein wertvoller erster Schritt sein, um die eigene Sensitivität zu entdecken und positiv zu nutzen. Er kann auch als Grundlage dienen, um weitere Beratung oder ärztliche Diagnosen einzuholen.

Frau mit Hut schnuppert voller Freude an dem großem Lavendelstrauß in ihren Händen

„Sensibilität ist nicht die Fähigkeit, Dinge zu fühlen, sondern die Fähigkeit, sie zu durchdringen.“
André Gide





Häufig gestellte Fragen zum Neurosensitivitäts-Test

Wo kann ich einen seriösen Neurosensitivität-Test machen?

Der oben verlinkte Test von Dr. Patrice Wyrsch ist kostenfrei online verfügbar und basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Was bedeutet mein Testergebnis?

Dein Ergebnis gibt Aufschluss über deinen Sensitivitätstyp und hilft dir, deine Wahrnehmungsfähigkeit besser zu verstehen. Es bietet zudem Tipps, wie du mit deiner Sensitivität umgehen kannst.

Bin ich zu sensibel?

Sensitivität ist keine Schwäche, sondern eine besondere Fähigkeit, die sowohl Herausforderungen als auch Stärken mit sich bringt. Es geht darum, sie zu erkennen und positiv zu nutzen.

Was ist emotionale Hochsensibilität?

Emotionale Hochsensibilität beschreibt die intensive Wahrnehmung und Verarbeitung emotionaler Reize. Menschen mit dieser Eigenschaft reagieren stärker auf emotionale Situationen und benötigen oft mehr Zeit zur Verarbeitung.

Welche Sensitivitätstypen gibt es?

Dr. Wyrsch identifiziert 4 Sensitivitätstypen: Vantage-Sensitivität, Vulnerable-Sensitivität, Generelle-Sensitivität und Nicht-Sensitivität. Jeder Typ hat spezifische Merkmale und Herausforderungen.

Titelbild: Sebastian Banasiewcz via Unsplash
Bild 2: Karolina Grabowska via Pexels
Bild 3: Anastasia Shuraeva via Pexel

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